14. Dezember 2010

Revit Hardware - CPU, RAM + OS

Im dritten Teil zum Thema Revit + Hardware dreht sich diesmal alles um Prozessoren, Arbeitsspeicher und Betriebssystem.
Ich habe diese drei Themen bewusst zusammengefasst, da sie immer voneinander abhängig sind.
Fangen wir heute mit dem einfachsten dieser drei Themen an, dem Betriebssystem.
Bevor ich hier eine Empfehlung ausspreche noch ein Hinweis vorab. Meine Empfehlungen dienen in erster Linie der Neuanschaffung. Bestehende Systeme solltet ihr lediglich auf ihre Tauglichkeit hin untersuchen. Die minimalen Anforderungen sind auf den Autodesk Seiten explizit beschrieben. Jedes Revit System sollte hierauf lauffähig sein. Ziel meiner Empfehlung ist es aber ein System zu beschreiben, mit dem es auch Spaß macht, und mit dem man flüssig Arbeiten kann.
Ganz wichtig an dieser Stelle, dies ist eine Empfehlung für Revit Structure. Die Anforderungen gerade für Revit Architecture im Rendering Bereich sind um ein vielfaches Höher. Wer danach sucht, sollte sich doch mit seinem Fachhändler des Vertrauens genauer auseinander setzen.
Die Anforderungen an Revit gerade an notwendigen Arbeitsspeicher sind weit aus größer als unter AutoCAD. Für die 32bit Systeme gibt es schon genügend Tipps, auch von Autodesk, den RAM mit dem 3GB Switch zu erhöhen. Das ist jedoch nur ein Notbehelf. Wer Heute einen neuen Rechner zusammenstellt sollte sich gleich an ein 64bit System gewöhnen. Für ein 64bit System wie Windows 7 entfallen die Beschränkungen für den Arbeitsspeicher. Hier wird man nur durch den Prozessor gebremst. Wer vernünftig mit Revit arbeiten will, kommt um diese Konfiguration nicht herum. Ich arbeite schon eine zeit lang mit WIN 7 Pro, und habe keinerlei Treiber Probleme. Das BS arbeitet insgesamt fehlerfreier (weniger Abstürze) und flüssiger.
Bleibt nur noch die Frage nach der Größe des Arbeitsspeichers zu klären. Diese ist mit dem Prozessor eng verknüpft. Zur Auswahl bei den Prozessoren stehen uns der Core i5, Core i7 und die Xeon Prozessoren.
Die Core i5 und i7 Boards sind in der Regel mit 4 Speicherbänken bestückst, bei den Dual Core Xeons auch schon mal 18. Damit sind also bei den Core i5 und i7 max. 4x4=16 GB Ram möglich. Nachteil hierbei ist aber, das die 4 GB Riegel fast doppelt so teuer sind wie die 2 GB. Da eine CAD Workstation aber noch halbwegs erschwinglich sein soll, habe ich mich für 8GB entschieden. Bisher konnte ich beim normalen Arbeiten unter Revit (kein Rendering), keine Beeinträchtigungen feststellen.
Für das normale Arbeiten unter Revit sollten 8GB RAM ausreichend sein. Damit sollte man gängige Projekte im normalen Umfang abarbeiten können. Steigt die Projektgröße und somit die Dateigröße, oder wird mit anderen Planern (Architekten), an einer gemeinsamen Projketdatei gearbeitet, sind andere Überlegungen notwendig.
So bleibt nur noch die Wahl des geeigneten Prozessors. Die nachfolgenden Bilder verdeutlichen die unterschiede zwischen einem Core i5 760 (2,80GHz), und einem Core i7 870 (2,93GHz).

Core i7, Rendering mit Schatten, Drucker 300DPI


Core i7, Rendering mit Transparenten Bauteilen, Drucker 300DPI


Core i7, Rendering der Bewehrung, Drucker 300DPI


Core i5, Rendering der Bewehrung, Drucker 300DPI

Core i5, Rendering abgebrochen

Die Bilder zeigen hier deutlich die Unterschiede. Es sei aber noch einmal deutlich erwähnt, das Arbeiten mit Revit ist mit einem Core i5 sehr gut möglich, solange man das Rendern nur gelegentlich nutzt. Der Mehrpreis von etwas über 100 € für den Core i7 870 sind sicherlich eine gute Investition. Hier liegt letztlich auch meine Empfehlung. Wer mehr RAM benötigt, und viel Rendert sollte sich dann doch lieber nach einem XEON Prozessor umschauen.
Im letzten Teil dieser Serie dreht sich dann alles um den richtigen Bildschirm.

Teil 1 dieser Serie finden sie hier: Revit Hardware Teil 1
Teil 2 dieser Serie finden sie hier: Revit Hardware Teil 2

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen