13. November 2010

Revit Hardware - Grafikkarte

Heute nun Teil 2 der Serie über Revit Hardware. Für diejenigen die Teil 1 verpasst haben hier der Link: Revit Hardware Teil 1.
Einer der wohl kompliziertesten Themen ist die der Grafikkarte. Hier ist die Auswahl riesig, und die Vorgaben von Autodesk lassen hier fast alles zu. Als erste Anlaufstelle sollte die Graphics Hardware List auf der Autodeskseite dienen. Hier kann man sich über die von Autodesk getesteten Grafikkarten informieren. Diese Tests wurden allerdings erst mit Version 2011 eingeführt.
Die Auswahl wird eigentlich auf zwei Hersteller eingegrenzt. Es bleiben nur ATI oder NVIDIA Karten übrig. Die erste Frage die man sich stellen sollte, nehme ich eine Consumer Karte (Radeon oder Geforce) oder gehe ich gleich zu den Profi Karten im CAD Bereich (Fire GL oder Quadro). Ich möchte diese Diskussion hier aus meiner Sicht abkürzen. Die Profi Karten sind speziell für unsere Bedürfnisse entwickelt worden, und wenn ich schon mit einer Profi Software arbeite, dann sollte man auch die entsprechende Grafikkarte verwenden. Bevor jemand die nach den Autodesk Spezifikationen, und auch getesteten, möglichen  NVS Karten von Nvidia sucht, hier gleich die Begründung, weshalb ich sie für ungeeignet halte. Sowohl die NVS290 wie die auch getestete NVS440 arbeiten mit lediglich 256MB Speicher, und das auch noch mit dem langsamen DDR2 (DDR) Speicher. Da ist der Arbeitsspeicher heute schon schneller (DDR3).
Anhand von NVIDIA versuche ich eine grobe Klassifizierung vorzunehmen. NVIDIA teilt seine Karten in 4 Kategorien ein: Einstiegsprodukte, Midrange, HighEnd und Ultra High End Karten.
Im Einstiegsbereich stehen uns schon seit längerem die FX380 und FX580 zur Verfügung. Erstere besitzt auch nur 256MB Speicher und entspricht somit auch nicht meinen Kriterien. Bleibt für den Einstiegsbereich nur noch die FX580 mit 512MB Speicher und einem Preis von ca. 160,00 €. Das sollte jedoch das untere Level für Revit darstellen. Wem das dennoch ausreicht, sollte sich die neue FX600 anschauen. Diese ist zwar von Autodesk für WIN7 noch nicht getestet, hat aber gegenüber der FX580 den doppelten Speicher, für nur 30,00€ Aufpreis.
Wer auch bei größeren Projekten ruckelfrei und zügig arbeiten möchte, sollte in den Midrange Bereich einsteigen. Aktuell gibt es hier nur die FX1800. Mit einem Preis von ca. 400,00€ ist sie natürlich um einiges teurer als die Einstiegskarten, decken aber das Arbeiten an Modellen gerade im Structure Bereich gut ab. Wie bei NVIDIA mittlerweile üblich, besitzen die Karten im oberen Preissegment meist 2 Display Port und 1 DVI-I Anschluss. Auch die FX1800 ist ein Auslaufmodell. In Kürze wird es die Quadro 2000 geben. Mit ca. 70,00€ Aufpreis hat sie mehr Speicher, und dürfte auch für die nächsten Revit Versionen gut gerüstet sein (Direkt X11).
Wer noch größere Performance sucht, oder vielleicht mit sehr großen Modellen arbeitet, sollte dann auf die High End Karten ausweichen. Aktuell haben wir hier die FX3800 und FX4800. Während man für die FX3800 ca, 700,00€ bezahlen muss, sind es für die FX4800 immerhin schon ca. 1500,00€. Auch hier gilt wieder auf die neue Quadro 4000 zu warten. Mit einem Preis von ca. 800,00€, und fast der Leistung einer FX4800 lohnt sich dies sicherlich.
Das sollte es an einer kurzen Zusammenstellung gewesen sein. Fazit ist aus meiner Sicht, unter einer Midrange Karte würde ich eines neues System nicht aufsetzen. Das bedeutet im Falle von NVIDIA eine Quadro FX1800, bzw. insofern Verfügbar eine Quadro 2000. Bei einem Preis von 400,00 bzw. 470,00 € sicherlich keine leichte Entscheidung.
Damit dürfte auch klar sein, das ein PC aus dem Konsumer Markt nicht mehr in Frage kommt.
Grundsätzlich möchte ich aber hier betonen, das Revit sicherlich auch auf weniger betagter Hardware läuft. In diesen Posts geht es aber mehr darum, mit welcher Hardware kann ich relativ störungsfrei unter Revit arbeiten. Dazu gehört eben auch, das mir das Programm nicht immer wieder abstürzt.

Im nächsten Post wird es um den Prozessor gehen.

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